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-- Sabine Seeliger, Mosterin & Hobby-Webdesignerin --
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Stahringer
Streuobstmosterei
Im Gewölbekeller des alten Stahringer Rathauses werden unsere Obstweine ausgebaut. Nach dem Gärungsstart in den oberirdischen Tanks und dem Abzug von der Hefe lagern die Obstweine hier für mehrere Monate bei konstanter Temperatur.
Auch unseren Most füllen wir in unsere charakteristischen 1-Liter-Braunglasflaschen. Nach dem Pressen folgen nur wenige Behandlungsschritte. Wir setzen eine gut aktive Kultur von Reinzuchthefen zu, die sicherstellt dass die Gärung schnell in Gang kommt. Auch die wilden Hefen sind noch vorhanden; sie werden bei uns nicht durch eine Pasteurisation vor der Gärung abgetötet. Erst die Gärungskohlensäure und der Alkohol verhindern, dass Bakterien, die geschmackliche Fehltöne verursachen, aufwachsen können. Nach der Hauptgärung wird der Most von der Hefe genommen und umgelagert in den natürlich temperierten Gewölbekeller des Stahringer Rathauses. Nach seiner Reifung wird er filtriert und mit einer kleinen Menge Sulfit versetzt, um mikrobiellen Abbau zu verhindern. Dann wird er nur noch in die Flasche gefüllt und ist einige Tage nach der Füllung trinkreif.
Obstmost ist das Brot-und-Butter-Getränk. Die Sortenvielfalt und der Anteil gerbstoffreicher Birnen geben ihm sowohl einen frischen harmonischen Geschmack, sorgen aber auch dafür, dass Gärfehler kaum zu befürchten sind, der Most sich nach der Gärung gut klärt und auch lagernd und in der Flasche keine unliebsamen Veränderungen stattfinden. Unsere Mischung mit zirka 30 bis 50 % Birnenanteil empfehlen wir auch unseren Kunden, die im eigenen Keller selbst ihren Most herstellen wollen. Wenn Sie in der Saison Süßmost zum Vergären holen möchten, bitte vorher anrufen - dann achten wir darauf, dass sie einen optimalen Anteil gehaltvoller Mostbirnen haben. Die Preise für Gärmost sind gleich wie für Süßmost. Sie finden die Preise auf der Seite Produkte und Preise (Übersicht) .
Der Bohnapfelmost ist säurereicher als der Obstmost, ist daher etwas für Mostliebhaber und Freunde des intensiven, leicht herben Geschmacks. Der Bohnapfel entwickelt während der Gärung eine leicht holzige Note. Wir werden manchmal gefragt, ob der Most im Eichenfass gereift sei (bzw. mit "Barrique-Eichenspänen" versetzt war). Wie alle anderen Moste reift er jedoch in Edelstahl ohne jegliche aromatisierende Zusätze.
Im Gegensatz zum Bohnapfelmost ist dies unser Most für "Einsteiger". Wer bisher nur Traubenwein gewöhnt ist, wird den Gelbmöstler angenehm finden. Birnenmost enthält deutlich weniger Säure als Apfelmost und wirkt deshalb milder. Unser Tipp: Drehen Sie bei jeder Flasche, die Sie in den Kühlschrank stellen, kurz den Deckel los und dann wieder zu. Nach unserer Erfahrung schmeckt er dann noch besser.
Je später der Herbst, desto gehaltvoller das Obst. Für unseren Novembermost nehmen wir die zuletzt reifenden Apfel- und Birnensorten. Aber nicht in jeder Saison sind dies dieselben Sorten. Nur die späten Sorten, die in dem vorangegangenen Sommer am besten gereift sind, die ausreichend und geschmacklich gute Früchte tragen, sind Kandidaten für den Novembermost. Auch die Anteile von Apfel und Birne variieren - probieren Sie einfach immer mal wieder. Wenn es die Ernte erlaubt, versuchen wir jedenfalls, einen besonderen Most zu keltern.
Inspiriert vom griechischen Retsina ist unser geharzter Most. Wir stellen ihn her aus Obstmost und Harz der Aleppo-Kiefer. Diesen Most gibt es nicht in Flaschen, weil wir feststellen mussten, dass durch das Filtern vor der Füllung der Harzgeschmack beeinträchtigt wird. Diesen besonderen Most können Sie also nur in der Mosterei holen. 2,5-, 5- und 10-Liter-Kanister gibt es in der Mosterei. Oder Sie bringen Ihr eigenes Gefäß mit.
Den oben auf dieser Seite beschriebenen Obstmost können Sie in der Mosterei auch in Kanister oder in Ihr mitgebrachtes Gefäß abgefüllt bekommen.